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Dienstag, 27. Januar 2026

💡 Interaktives KI-Labor: Technik trifft Naturschutz

Du kannst selbst ausprobieren, wie moderne Technik dabei hilft, Krankheitsüberträger wie die Stechmücken des West-Nil-Virus unter Kontrolle zu halten. Kopiere diesen Prompt und füge ihn bei Gemini, ChatGPT oder Claude ein:

Prompt-Vorlage:  

Handle als Experte für Umwelttechnik und Naturschutz. Erkläre mir auf eine anschauliche und leicht verständliche Weise, wie wir uns vor Viren wie dem West-Nil-Virus oder dem Sindbis-Virus schützen können, indem wir Fledermäuse fördern.

In einem Blog lese ich gerade über das NEXUS-System – ein kompaktes Gerät (basierend auf einem ESP32S3), das Umweltdaten wie Temperatur, Feuchtigkeit und Fledermausrufe aufzeichnet.

  1. Warum ist es für unsere Gesundheit wichtig, dass wir mit Geräten wie dem NEXUS genau wissen, wann und wo Fledermäuse aktiv sind?

  2. Wie helfen uns diese Daten dabei, die Ausbreitung von Stechmücken besser zu verstehen?

  3. Warum ist der Schutz der Fledermaus-Jagdgebiete effektiver als der Einsatz von Insektengiften?

  4. Was kann ich als Einzelperson in meinem eigenen Garten oder Balkon tun, um Fledermäuse zu unterstützen, und wo finde ich verlässliche Informationen über die aktuelle Situation des West-Nil-Virus in meiner Region?

Bitte vermeide zu komplizierte Fachwörter und erkläre es so, dass es auch ein interessierter Laie sofort versteht.


Wichtiger Hinweis zu den KI-Inhalten In meinem Blog findest du „Deep-Dive-Prompts“, mit denen du Themen in deiner bevorzugten KI vertiefen kannst. Dabei gilt:

  • Variabilität: Je nachdem, welches Modell (z. B. GPT-4, Claude, Gemini) du nutzt, können die Antworten unterschiedlich ausfallen.

  • Faktencheck: KI-Modelle sind statistische Systeme, keine Wissensdatenbanken. Sie können technische Details oder wissenschaftliche Zusammenhänge manchmal ungenau wiedergeben.

  • Ergänzung, kein Ersatz: Die KI-Antworten ergänzen meine Vor-Ort-Messungen mit dem NEXUS, ersetzen aber nicht die fachliche Beratung durch Experten oder offizielle Institute.



West-Nil-Virus in der Region: Die lautlose Gefahr und unsere fliegende „Flugabwehr“


In den letzten Sommern hat sich ein neuer „Mitbewohner“ in den Regionen rund um Leipzig und Berlin fest etabliert: das West-Nil-Virus (WNV). Was früher als tropische Seltenheit galt, ist heute Teil unserer heimischen Ökologie. Doch wie gefährlich ist es wirklich, und wie können wir uns mit der Hilfe der Natur schützen?


1. Das West-Nil-Virus: Herkunft und Wirkung

Das West-Nil-Virus gehört zur Familie der Flaviviren (verwandt mit dem Gelbfieber-Virus) und stammt ursprünglich aus Afrika. In Deutschland wurde es erstmals 2018 bei Wildvögeln und 2019 bei Menschen nachgewiesen. Es zirkuliert in einem Vogel-Mücke-Vogel-Zyklus.


Was passiert bei einer Infektion?

Für die meisten Menschen verläuft eine Infektion glimpflich, doch die Statistik mahnt zur Vorsicht:

 * 80 % der Infizierten bemerken gar nichts (asymptomatisch).

 * 20 % entwickeln das „West-Nil-Fieber“: Plötzliches Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Abgeschlagenheit – oft verwechselt mit einem starken grippalen Infekt.

 * Unter 1 % erleiden schwere Verläufe: Hier greift das Virus das Zentrale Nervensystem an. Die Folge sind Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen (Meningitis/Enzephalitis), die insbesondere für ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen lebensgefährlich sein können.


2. Die biologische „Flugabwehr“: 24 Stunden im Einsatz

Anstatt nur auf chemische Insektizide zu setzen, bietet uns die Natur ein hocheffizientes Verteidigungssystem gegen die Überträger (hauptsächlich die Gemeine Stechmücke Culex). 


Wir können uns das wie eine Schichtarbeit vorstellen:

 * Tagschicht (Schwalben & Mauersegler): Ein Mauersegler-Paar verfüttert während der Aufzucht zehntausende Insekten an seine Jungen. Sie fangen Mücken direkt im Flug ab, bevor diese uns erreichen können.

 * Nachtschicht (Fledermäuse): Sobald die Sonne untergeht, übernehmen die Fledermäuse. Eine einzige Zwergfledermaus kann pro Nacht bis zu 1.000 bis 3.000 Mücken vertilgen. Da viele Stechmücken dämmerungsaktiv sind, ist diese Phase entscheidend für die Risikominimierung.


3. Strategien zur Verbesserung: Hecken und Vielfalt

Um diese Flugabwehr zu stärken, müssen wir ihren Lebensraum schützen. Eine sterile Gartenlandschaft bietet keine Deckung.

 * Hecken als Lebensraum: Heimische Hecken (z. B. Hainbuche, Liguster oder Weißdorn) sind die „Kasernen“ unserer Flugabwehr. Sie bieten Nistplätze für Singvögel und Unterschlupf für Fressfeinde der Mückenlarven.

 * Biodiversität als Schutzschild: Eine hohe Artenvielfalt bei Vögeln führt zum sogenannten Verdünnungseffekt. Wenn eine infizierte Mücke auf einen Vogel trifft, der ein „schlechter Wirt“ für das Virus ist, unterbricht das die Infektionskette.


4. Forschung vor Ort: Das NEXUS-Projekt

Um die Ausbreitung des Virus und die Bedingungen für die Mückenpopulation besser zu verstehen, ist präzise Datenlage unerlässlich. Hier setzt mein aktuelles Forschungsprojekt an: Der NEXUS.


Als mobiles „Set and Forget“-System zeichnet der NEXUS Umweltparameter direkt vor Ort auf. Ausgestattet mit einem Seeed XIAO ESP32S3, einem BME680 für präzise Luftdaten und einer Sparkfun Wetterstation, analysiere ich Mikroklimata. Warum ist das wichtig?

Das West-Nil-Virus benötigt eine bestimmte „Wärmesumme“, um in der Mücke infektiös zu werden. Durch die Erfassung von Temperatur, Feuchtigkeit und Winddaten können wir besser vorhersagen, wann und wo das Risiko im Paderborn wächst oder gefährlich wird..


Fazit: Der Schutz vor West-Nil ist keine reine Medizinfrage, sondern eine Frage des ökologischen Gleichgewichts. Mehr Raum für Fledermäuse und Schwalben bedeutet weniger Druck durch infizierte Mücken.



Weiterführende Links:


Robert-Koch-Institut - Mückenübertragene Erkrankungen


Friedrich-Loeffler-Institut - TierSeuchenInformationsSystem




Sonntag, 25. Januar 2026

Der NEXUS lernt das Funken: Live-Daten direkt auf das Smartphone 🦇📡

 



Datum: 25. Januar 2026

Projektstatus: Validierungsphase NEXUS v4.3.0

Autor: Jochen Roth

Ein technisches Projekt durchläuft viele Phasen, aber der Moment, in dem aus einem "stummen" Datenlogger ein kommunizierendes Messgerät wird, ist ein echter Meilenstein. Während die Fledermäuse in ihren Winterquartieren noch auf wärmere Nächte warten, hat der NEXUS in der Werkstatt und im Garten-Test seine wichtigste neue Fähigkeit bewiesen: Das lokale Daten-Streaming.

Das Smartphone als Cockpit im Feld

Bisher hieß "Datencheck" beim NEXUS: SD-Karte entnehmen, ab an den Rechner, CSV-Datei auswerten. Mit dem Upgrade auf den Seeed XIAO ESP32S3 gehört das der Vergangenheit an. Der NEXUS spannt nun sein eigenes WLAN-Netzwerk auf – die NEXUS_Base.

Ein Griff zum Handy genügt, und unter der lokalen IP 192.168.4.1 öffnet sich das Dashboard. Wie man auf den aktuellen Screenshots sieht, haben wir jetzt volle Transparenz:

  • Live-Klima: Temperatur, Feuchte und Luftdruck in Echtzeit.

  • GPS-Status: Sofortige Kontrolle über Satellitenfix und Koordinaten.

  • Der Clou – Die Dämpfung: Die Berechnung der Schallabsorption (ISO 9613-1) wird live und standortspezifisch durchgeführt.

Präzision bis in die letzte Einheit

Wissenschaft lebt von Genauigkeit. Während der Tests im Garten fiel auf, dass die Beschriftung der Dämpfungswerte noch auf dB/km geeicht war. Für die Reichweiten-Analyse von Fledermausrufen bei 40 oder 110 kHz ist das jedoch unpraktisch. Ein schneller Software-Fix später liefert der NEXUS nun die praxistaugliche Einheit dB/m.

Ein Wert von 2,3 dB/m bei 110 kHz zeigt uns sofort: Die Luft "schluckt" den Ultraschall heute Nacht massiv – eine extrem wertvolle Information für die spätere Dekodierung der Rufe.

Hardware-Tuning: Abwärme als Feature

Ein spannendes Detail für die Technik-Nerds: Der Prozessor läuft bewusst auf vollen 240 MHz. Das sorgt zwar für ein warmes Gehäuse, dient aber als notwendige "Keep-Alive"-Last für meine 10.000 mAh Powerbank, damit diese nicht in den Schlafmodus fällt. Da der BME680-Sensor thermisch entkoppelt an einem 12 cm Kabel sitzt, bleibt die Messung von dieser Prozessor-Hitze völlig unbeeinflusst.

Was kommt nach der Validierung?

Der aktuelle Garten-Test zeigt: Das System steht. Sobald die Validierung im Frühjahr 2026 abgeschlossen ist, plane ich bereits die nächste Stufe: NEXUS-LoRaWAN. Dann fliegen die Daten nicht nur ein paar Meter zum Handy, sondern über Kilometer hinweg direkt in die Cloud.

Der NEXUS ist bereit. Die Fledermäuse können kommen!

💡 Interaktives KI-Labor: Technik trifft Naturschutz

Du kannst selbst ausprobieren, wie moderne Technik dabei hilft, Krankheitsüberträger wie die Stechmücken des West-Nil-Virus unter Kontrolle ...