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| von KI erstellt |
Als Hobbyfotograf im Bereich Tier- und Naturaufnahmen habe ich mir einen Namen gemacht, der in Zeitungen und Fernsehen (hin und wieder) auftaucht.
Nach fast 30 Jahren der Fotografie hat mich der Wandel von "Fotografie des Motiv-Willens" zur "Fotografie des Geltungs-Willen" mehr und mehr abgeschreckt.
Mich reizte eine neue Herausforderung, etwas, das meine alte graue und weiße Hirnsubstanz fordert - im März 2024 war es soweit.
Dann kam im August 2025 die nächste Stufe - das zusammenlöten eines "echten" Fledermausdetektor.
Der erste Schritt Richtung Forschung
Nun war der Fledermaus-Detektor da !
Aber - das Gerät nimmt die Rufe auf, aber wie weiß ich, welche Fledermaus da durch's Dunkle fliegt?
Dafür braucht man eine Analyse-Software, die die Rufe auswertet (ich gehe jetzt nicht auf die einzelnen Schritte ein) - fertig hatte ich mein Forschungsprojekt.
Aaaaber ....
Bei mehreren Aufnahmen habe ich festgestellt, dass es irgendwie eine Unstimmigkeit gab.
Es wurden Fledermäuse angezeigt, die dort in dem speziellen Habitat eigentlich gar nicht vorkommen könnten. Als beschäftigte ich mich der Software (die ja die Analyse durchführt) - nun verstehe ich so langsam, die Arbeitsweise der Software.
In einer Datenbank (die die Software nutzt) sind Rufarten von 14 verschiedenen Fledermäusen hinterlegt (okay - in Deutschland gibt es gesichert 25 Fledermaus-Arten).
Bei einigen Fledermaus-Arten gleicht sich der Ruf derart, das selbst Experten nur manuell sagen können, welche Art da gerade aufgenommen wurde (zum Beispiel Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus) und Große Bartfledermaus (Myotis brandtii)) - schwieriges Thema .....
Um es kurz zu machen - die Software erkennt zu einer Wahrscheinlichkeit von 88,7% die richtige Fledermaus (solange es nicht die schwierigen Arten sind) !
Ich bringe es auf den wichtigsten Punkt - mit dem TeensyBat (ca. € 240) und der kostenlosen, aber sehr arbeitsintensiven Software BatDetect2 habe ich ein sehr gewaltiges Duo für meine Fledermaus-Forschung in meiner Hand !
Wohin führt mich der Weg ?
Als nächsten Schritt werde ich ein Gerät bauen, mit dem ich automatisiert Umweltdaten mit einem Timestamp versehen und so den aufgenommenen wave-Files expliziert zuordnen kann.
Bat Science Nexus - der Begriff ist hiermit von mir erstmals genannt worden.
😋
Der Bat Science Nexus (oder wie ich liebevoll sagen - der Nexus) soll Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck per Sensoren ermitteln. Ein GPS-Empfänger speichert Standortdaten und genaue Uhrzeit mit den Sensordaten in eine csv-Datei, die dann per Python Script mit den Aufnahmedaten des TeensyBat angeglichen wird. Soll heißen, jede Aufnahme hat dann die Umweltdaten, die bei der Aufnahme vorlagen (ist in der Forschung ganz wichtig).
Eigentlich müssten noch Bewölkungsgrad, Mondstand, Wind und Windrichtung aufgenommen werden - das lasse ich aber für den Nexus II. Nexus III wäre dann mit LoRanWan und einer LiPo-Zelle für Daueraufzeichnung ..... nur mal so erwähnt.
Der dann folgende Schritt ist etwas komplizierter und aufwendiger ....
Die Erstellung einer Datenbank für BatDetect2 für europäische (deutsche) Fledermäuse.
Der Schritt ist derart gewaltig, dass ich mir definitiv Hilfe dazu holen muss.
Ich habe schon 1 wirklichen Experten (und das meine ich genau so!) im Boot, da ist mir ein riesiger Brocken von den Schultern gefallen.
Aber wie meine Omma (paddabörnsch) immer sagte - Schritt für Schritt. Keine Sprünge, da fällt man hin.
Erst der Nexus - dann die Datenbank !

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