Die Fledermäuse schlafen (hoffentlich) noch tief und fest in ihrem Winterquartier. Doch bevor ich mit meiner ersten Messung starten kann, gibt es noch einiges zu erledigen.
Mein Stativ für den NEXUS muss dringend überarbeitet werden – es soll stabiler und zuverlässiger werden. Und keine Sorge: Ich habe noch ein paar weitere Verbesserungen in petto, die ich bald vorstellen werde.
Heute habe ich mit Unterstützung einer KI ein neues Skript erstellt. Mein Ziel war es, den direkten Zusammenhang zwischen Wetterbedingungen und Fledermausrufen zu analysieren. Und ich glaube, heute ist mir der Durchbruch gelungen!
Exhibit A zeigt ein detailliertes Spektrogramm, das mit dem NEXUS-System aufgezeichnet wurde. Hier werden Fledermausrufe der Art Pipistrellus pipistrellus (Zwergfledermaus) visualisiert, kombiniert mit synchronisierten Wetterdaten. Die Analyse umfasst:
- Temperatur: 15,84 °C
- Luftfeuchtigkeit: 64,39 %
- Atmosphärische Attenuation: ISO 9613-1
Das Spektrogramm ermöglicht es, die akustische Aktivität der Fledermäuse direkt mit den herrschenden Umweltbedingungen zu verknüpfen – ein zentraler Aspekt meiner Forschung.
Exhibit B veranschaulicht die meteorologischen Daten des NEXUS vom 1. Januar 2026 – einem stürmischen Tag, an dem keine Fledermausaktivität zu erwarten war. Die Grafik zeigt:
- Temperaturverlauf (rot)
- Luftfeuchtigkeit (blau)
- Luftdruck (lila)
- Windgeschwindigkeit (grün) mit farblich markierten Flugbeschränkungen:
- Rot: No-Fly-Zone (Wind > 8,0 m/s)
- Orange: Grenzwerte für Pipistrellus (5,0 m/s)
Die farbigen Zonen verdeutlichen, wie Windbedingungen die Flugaktivität von Fledermäusen beeinflussen können – ein wichtiger Faktor für die Interpretation von Bioakustik-Daten.
Die hier gezeigten Grafiken sind ein erster Schritt in der Validierungsphase des NEXUS-Systems. Sie verdeutlichen, wie Wetterdaten und bioakustische Signale zusammengeführt werden können, um die Aktivität von Fledermäusen besser zu verstehen.
Doch das ist erst der Anfang: In den kommenden Wochen und Monaten werden wir noch präzisere und aussagekräftigere Visualisierungen entwickeln. Mit fortschreitender Validierung und Optimierung des Systems können wir dann:
- Detailliertere Korrelationen zwischen Wetterparametern und Fledermausaktivität aufzeigen,
- Echtzeitanalysen ermöglichen, die auch für den Artenschutz relevant sind,
- Interaktive Grafiken erstellen, die es erlauben, die Daten noch gezielter auszuwerten.
Die Validierungsphase ist entscheidend, um die Zuverlässigkeit und Genauigkeit des NEXUS weiter zu steigern – und ich bin gespannt, welche Erkenntnisse uns die nächsten Analysen bringen werden!


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