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Donnerstag, 8. Januar 2026

Warum ich Fledermausforschung betreibe


Fledermäuse sind unsere heimlichen Helden: Sie jagen nachtaktiv Schädlinge wie Tigermücken, Japankäfer oder Stechmücken und ersparen uns so den Einsatz von Pestiziden. Gleichzeitig sind sie selbst bedroht – etwa durch Windkraftanlagen, an denen jährlich Tausende Tiere verunglücken. Mit dem NEXUS-System will ich beides ändern: Schädlinge natürlich reduzieren und Fledermäuse vor Rotorblättern schützen.

Mein System misst nicht nur Fledermausrufe, sondern berechnet onboard den atmosphärischen Dämpfungskoeffizienten Alpha. Dieser Wert zeigt, wie weit sich Rufe in der Luft ausbreiten – und damit, wann und wo Fledermäuse besonders aktiv sind. Diese Daten können Betreiber von Windparks nutzen, um Anlagen gezielt abzuschalten, wenn Fledermäuse in der Nähe sind. So lassen sich Artenschutz und erneuerbare Energien vereinen.

Technisch setzt der NEXUS auf TeensyBat, BatDetect2 und selbstentwickelte Sensorik (BME680, GPS, Windmessung), die alle 16 Sekunden Umweltdaten mit den Rufen korreliert. Mein Traum ist es, ganze Wälder mit LoRaWan-Netzwerken zu vernetzen und so flächendeckende Echtzeitdaten für Forschung und Praxis bereitzustellen. Langfristig hoffe ich auf Kooperationen mit Universitäten oder Windpark-Betreibern, um den NEXUS als Standardtool für ökologische Risikoanalysen zu etablieren.

Für mich ist die Fledermausforschung mehr als ein Hobby – sie ist angewandter Naturschutz mit technischer Präzision. Und wer weiß: Vielleicht hilft der NEXUS eines Tages, Fledermäuse, Windkraft und Landwirtschaft in Einklang zu bringen.

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