🕸️ Werkstatt-Update: Von Brückenmessungen und autonomen kilometerweiten Sensor-Arrays 🛜

Hallo zusammen,

die Feldsaison 2026 läuft auf Hochtouren, und die Nächte werden bald wieder kürzer. Aktuell zieht es mich für die anstehenden Messungen an ein besonders spannendes Betonbauwerk im Paderborner Raum: die B1-Brücke in Marienloh, wo die Lippe überspannt wird. Fluss, massive Betonkonstruktion und die Frage, wie das Mikroklima hier die Schallausbreitung der Fledermäuse beeinflusst – eine perfekte Testumgebung für hygrothermische Anomalien.


Der Trend zum Zweit-System: Automatische Hardware-ID

Wenn man plötzlich mit mehreren Mess-Nodes gleichzeitig im Feld steht, stellt sich schnell ein praktisches Problem: Welche Datei auf der SD-Karte gehört zu welchem Gerät? Bei Daten im 2-Sekunden-Takt verliert man beim späteren Zusammenführen der CSV-Dateien leicht den Überblick.

Meine Lösung: die einzigartige Seriennummer (eFuse MAC) des verbauten Seeed XIAO ESP32S3. Ich habe den Sketch so angepasst, dass jeder Node beim Start seine Hardware-ID ausliest und diese automatisch als feste Spalte in das Datenprotokoll schreibt. So hat jede Messzeile ihren unveränderlichen digitalen Fingerabdruck – ohne manuellen Aufwand oder separaten Code für jedes Gerät.


Ausblick: Skalierung zum Kilometer-Array?


Mit eindeutigen IDs rückt die nächste Entwicklungsstufe in den Fokus: Warum nur zwei Geräte vernetzen, wenn man ein ganzes Kilometer-Array aufbauen könnte?

Die MAC-Zuweisungen bieten die perfekte Basis, um die Nodes autark miteinander zu verbinden. Jeder Node könnte in definierten Intervallen ein Lebenszeichen an eine zentrale Empfangsstation senden – inklusive Akkuspannung, Sensorstatus und Wartungsbedarf. Wer schon einmal nach Wochen im Feld feststellen musste, dass ein Gerät unbemerkt ausgefallen ist, weiß, was eine solche Live-Überwachung wert ist.

Langfristig ließe sich so ein riesiges Areal flächendeckend und synchron überwachen – ohne Datenverlust oder Verwechslungen.


Aber das ist Zukunftsmusik für die kalten Wintermonate.
Jetzt geht es erst einmal mit den beiden mobilen Einheiten unter die Brücke nach Marienloh. Die Akkus sind geladen, der Code läuft.

Bis zum nächsten Update und waidmannsheil bei der Rufanalyse!
Jochen

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