👷‍♂️ Entwicklertagebuch - Wenn die Kamera plötzlich ein Eigenleben entwickelt 📷

Es gibt Tage, da fragt man sich, warum man überhaupt aufgewacht ist
Heute war so ein Tag.
Ein Tag, an dem ich mich fragte: "Jochen, warum hast du nicht einfach Schafzüchter werden wollen?"

Gestern noch mit meiner Frau am Padersee-Auslauf, heute wollte ich gemütlich die Daten auswerten. Doch mein Python-Skript – eigentlich ein treuer Diener – meldete plötzlich: "Duplikate erkannt! Berechnung abgebrochen." 

!? Duplikate ?!

Ich war seit dem 25. und 26. Februar 2026 nicht mehr dort! War etwa ein Zeitreisender am Werk? Oder hatte die Topdon TS004 heimlich eine zweite Karriere als Datenfälscherin gestartet?


Also: Tauchermaske auf, ab in den digitalen Dschungel! Sechs Stunden später – nach einer emotionalen Achterbahnfahrt zwischen Wut, Verzweiflung und der Versuchung, den Rechner mit einem ritualisierten Fenstersturz zu opfern – hatte ich den Übeltäter endlich entlarvt: 

Die Kamera selbst!


Der Plot Twist: Die Topdon und ihr heimtückisches Suffix

Normalerweise halte ich mich strikt an die 15-Minuten-Regel für Videoaufnahmen. Doch gestern Abend passierte es: Interessierte Passanten!
Menschen, die tatsächlich Fragen hatten! Als Citizen-Science-Forscher war ich natürlich gerührt – endlich jemand, der sich für unsere Arbeit interessiert!
Also redete ich. Und redete. Und redete. Das kann ich bekannterweise ja sehr gut 🙄

Die Topdon TS004 aber filmte munter weiter. Und als die magische 20-Minuten-Grenze überschritten wurde, dachte sie sich: "Hey, ich mach’ mal was Lustiges!" und fügte einfach ein _(1) an den Dateinamen an. Aus 2026_07_17.mp4 wurde 2026_07_17_(1).mp4. Und dann 2026_07_17_(2).mp4. Und so weiter.
Wie ein schlechter Witz, der immer länger wird.

Mein Python-Skript – geschrieben mit Hilfe einer LLM, die offenbar keine Ahnung von Kameras mit Kreativitätsdrang hatte – dachte sich: "Oh, schau mal, ein Duplikat! Und noch eins! Und noch eins!" und strich einfach 387 Datensätze von der Liste.

387! 

Das sind nicht nur Zahlen, das sind 387 verlorene Fledermaus-Pixel-Partys!

🫣
Ich hatte die Kamera 1 Stunde und 44 Minuten unbeaufsichtigt gelassen. In dieser Zeit hätte sie einen Doktor in Dateinamen-Verwirrung machen können.


Die Rettung: Eine LLM als Sherlock Holmes

Die Fehlersuche war wie ein Kriminalfall ohne Leiche – nur mit mehr Fluchen und weniger Hinweisen. Kein Skript sagte: "Hey, Jochen, schau mal hier!" Nein, nein. Stattdessen suchte ich mich selbst einen Wolf. Ich war kurz davor, Maus und Tastatur als Wurfgeschosse einzusetzen. Selbst Loki kam nicht mehr zu mir.

Doch dann – wie aus dem Nichts – kam die Rettung: Eine andere LLM analysierte ein Testskript und entdeckte das Muster: "Jede Datei mit Suffix liegt exakt 20 Minuten auseinander!"
Es war, als hätte jemand die Matrix entschlüsselt – oder zumindest die Topdon.


Das Happy End (und eine Lektion fürs Leben)

Nach sechs Stunden – die sich anfühlten wie sechs Jahre – war der Fehler gefunden. Die Topdon hatte mich ausgetrickst, das Skript hatte mitgespielt, und ich? Ich hatte eine neue Grauhaar-Sammlung.

Fazit:

  1. Kameras mit Suffix-Funktion sind die heimlichen Bösewichte der Datenwelt.
  2. Zwei LLMs sind besser als eine – besonders, wenn eine davon denkt, sie sei Sherlock Holmes.
  3. Wenn alles schiefgeht: Tauchermaske auf und durch! (Oder einfach nie wieder die 15-Minuten-Regel brechen.)


Und die Moral von der Geschichte?

Manchmal braucht es einen ganzen Tag, um zu lernen, dass man seine Kamera nicht allein lassen sollte – nicht mal für eine Minute.

🎉😉🎉

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